Leserstimmen

 

»Mit dem Buch „Liebe Aliens“ von Philipp Dettmer können Kinder – fortgeschrittene Kinder und Kinder, die fortschreiten wollen – eine wahre Schule des Lebens betreten. Des Lebens auf der Erde, wie es die Menschen sich selbst und der Natur eingebrockt haben. Vom Ozonloch bis zur Polschmelze, von der Tierquälerei in der Nahrungsmittelproduktion bis zum Artensterben, vom Geldvermehrungs- bis zum Kriegsführungsirrsinn wird in dankenswerter Klarheit das von der Spezies Mensch verursachte globale Gänsehaut-Szenario aufgeblättert.

Der fiktive Adressat dieses im besten Sinne aufklärerischen Kinderbuches sind die „lieben Aliens“ irgendwo da draußen, denn seine Texte wurden, so ist der Plot, von einem Mädchen namens Lucy geschrieben, das mit einer in jugendlich frischer Sprache verfassten (inter-)galaktischen E-Mail Außerirdische, die die Erde besuchen wollen, warnen möchte, sich das Leben auf diesem Planeten so rosig vorzustellen, wie es auf den an Bord der interstellaren Raumsonden „Voyager 1“ und „Voyager 2“ 1977 in den Weltraum entsandten „Golden Records“ beschrieben wurde. Der wahre Adressat aber sind natürlich die jungen und auch älteren Menschenkinder hienieden. Die Botschaft: So wie es ist, so darf es nicht bleiben! Das Buch ist Hilferuf und Aufschrei, ein flammendes Plädoyer für die Überwindung der so eindringlich geschilderten globalen Misere. Das alles ist naturgemäß nicht zum Lachen, aber so ist es nun mal: Man gelangt nicht umstandslos vom „Lillifee“-Alter ins Erwachsenen-Dasein, das geht nur über Zwischenstufen. „Liebe Aliens“ bietet sich in ausgezeichneter Weise als eine von ihnen an, als eine Stufe, die Kinder nicht hin zum rücksichtslosen Nach-mir-die-Sintflut!-Denken führen will, sondern zum Darf-das-alles-denn-wahr-sein?-Fragen und Nicht-mit-mir!-Erwägen.

Ein Buch für Kinder und Jugendliche, die es sowohl wissen als auch nicht wahrhaben wollen. Ein Buch aber auch, bei dem einem die Augen nicht nur auf-, sondern auch übergehen! Alle Texte sind eingebettet in phantasievolle und farbenprächtige großformatige Illustrationen, die in unterschiedlichsten Stilen Aliens in fernen Sternenwelten zeigen, wie sie sich die von dem Mädchen Lucy mitgeschickten Bilder von den nicht hinzunehmenden menschengemachten Zuständen auf dem Planeten Erde ansehen. Ein überbordender Bilderrausch, gestaltet von 18 Illustratoren und Illustratorinnen aus aller Welt. „Liebe Aliens“ von Philipp Dettmer ist ein Klartext sprechendes Buch zum Liebhaben.«
Reinhard Ammer, Autor

»„Liebe Aliens“ ist ein Kinderbuch der besonderen Art. Mit kindlich kritischem Blick auf unsere Welt bereitet die kleine Lucy die Aliens auf ihren Besuch auf der Erde vor. Dabei wirft sie Fragen auf, die uns zum Nachdenken bringen über den Umgang mit unserer Umwelt und über uns selbst. Für Kinder und Erwachsenen gleichermaßen verständlich schafft es der Autor Philipp Dettmer dabei aktuelle und auch langjährige „schwere“ Probleme unserer Gesellschaft spielerisch zu erklären, unser Handeln auf unserem Planeten zu hinterfragen und unseren Blick dabei zu sensibilisieren. Unterstrichen wird der liebevoll geschriebene Text durch viele wunderschöne Illustrationen unterschiedlicher Illustratoren, kombiniert mit spannenden Fotografien zum jeweiligen Thema. Ohne mit erhobenen Zeigefinger zu ermahnen, schafft es das Buch unseren Kindern den verantwortungsbewussten Umgang mit unserer Natur und Mitmenschen bewusst zu machen. „Liebe Aliens“ ist ein Buch, das in keinem Kinderzimmer fehlen sollte.«
Pia Steen, Fotografin

»Warum sollen sich Kinder nicht für unsere Umwelt und wie wir Menschen mit ihr umgehen interessieren? In der heutigen Zeit sind sie neugieriger und engagierter denn je. In ‚Liebe Aliens‘ berichtet Lucy den Außerirdischen, dass es nicht nur schöne Dinge auf der Welt gibt, sondern auch viel Schlimmes, durch den Menschen verschuldet, passiert. Obendrein ist das Buch von 18 Illustratoren aus der ganzen Welt wunderschön gestaltet.«
Astrid Rokita, PR & Marketing Ana Alcazar

»Vor drei Millionen Jahren war die CO2-Konzentration in der Atmosphäre zuletzt so hoch wie derzeit. Das verkündigen gerade die UN. Angebracht alarmierend sind solche Nachrichten, denn wie soll die Zukunft aussehen, wenn sich die Bewohner einer sowieso schon überfüllten Erde auf die nördlichen, noch bewohnbaren Landmassen quetschen wollen? Angst vor Geflüchteten führen schon heute zu Populismus, Vorverurteilungen und Sündenbock-Gesuche. Trotzdem aber fährt man weiter mit dem Auto und schaufelt massenhaft Fleisch in sich hinein. Das sind Themen, die der Mensch nicht gerne hört und sich noch viel zögerlicher damit beschäftigt. Das sind aber auch Themen, die dringlicher sind als vieles – wenn man denn weiterhin halbswegs komfortabel auf diesem Planeten wohnen möchte.

Dass Philipp Dettmer nun all das in ein Kinderbuch gepackt hat, ist nicht drastisch, sondern angebracht. Denn diese Kinder werden es auch sein, die mit den katastrophalen Auswirkungen des Anthropozäns zu leben haben. Nun ist „Liebe Aliens“ aber kein trockenes Sachbuch geworden, in dem die schrecklichen Fakten nüchtern aufgezählt werden. Vielmehr hat Dettmer ein Szenario entworfen, das phantasievoll und angesprechend versucht diese Probleme – und vor allem auch, was jeder einzelne besser machen kann – zu veranschaulichen.

Lucy, ein elfjähriges Mädchen, verfasst ein kindgerechtes und gleichsam anprangerndes Update zu den „Golden Records“, also jenen Platten, die vor genau 40 Jahren von der Nasa ins All geschickt wurden. In den Siebzigerjahren verstand man die als Botschaft an Außerirdische und als eine Art Beschreibung des idyllischen Erdenlebens. Dass dieses jedoch gar nicht mehr so idyllisch ist und vor allem auch nicht mehr idyllischer werden wird, wenn der Mensch seine rücksichtslose Ausbeutung der Erde fortführt, hat Protagonistin Lucy erkannt. Und das teilt sie auch kindlich und demnetsprechend schonungslos ihren außerirdischen Adressaten mit.

Diese Botschaft bekommt der Leser nun vorgesetzt, illustriert von um die 20 internationalen Zeichnern. Deren Vorstellung der Aliens, wie sie da auf zum Teil herrlich abstrusen Planten hocken, führen anschaulich und unterhaltsam durch Lucys Botschaft. So ist Dettmers „Liebe Aliens“ auch eine besondere Form zwischen Sachbuch und Sci-Fi-Bilderbuch geworden, die sich durch einen Tonfall zwischen naiver Weltverbesserer-Attitüde und ernstem Anliegen auszeichnet. Angesichts der Gegenwart ist das nicht nur äußerst lesenwert, sondern beinahe richtiggehend dringlich.«
Ang, Leserstimme auf amazon.de, 02.11.2017